Autopilot
Badeplattform
Bugstrahlruder
Teakdeck
Elektrische Toilette
Bimini
Lautsprecher im Cockpit
16/06/2025
Schlecht Die Übergabe der Yacht Betelgeuse sollte am Samstag erst 17 Uhr stattfinden. Nach einem freundlichen WhatsApp Kontakt war es bereits 15 Uhr möglich das Boot zu übernehmen. Die Übergabe ging schnell. Das Interieur und die äußere Technik wurden von 2 Mitarbeitern übergeben. Bereits bei der Übergabe wurde darauf hingewiesen, dass die Schwimmwesten nur im Notfall aus den Tüten zu entnehmen wären. Sofort auffällig war, dass die Beschriftung für die Klemmen der Leinen fehlte. Sämtliche Beschriftung für Schoten, Leinen und Falle fehlten. Was wenn jemand die Dirk löst und der Großbaum einem Passagier auf den Kopf fällt? Noch nie habe ich gesehen, dass an den Seeventilen für die Toilettenauslasse Vorhängeschlösser angebracht waren, so dass man die Ventile nie schließen konnte. Dies war aus Sicherheitsgründen beim Segeln höchst bedenklich. Beim Ankern in Buchten oder im Hafen allerdings war es wirklich ekelig. Der Fäkalientank wurde komplett umgangen und alles direkt ins Meer geleitet. Es wurde explizit darauf hingewiesen dies nicht zu ändern. Bevor wir ausliefen bekam jeder Mitsegler eine für ihn angepasste selbstaufblasende Ohnmacht sichere Schwimmweste. Bei der Durchsicht der Schwimmwesten fiel jedoch auf, dass 2 von 10 dieser Schwimmwesten bereits ausgelöst waren. Dies wurde sofort bei der Übergabe des Schiffes am Ende des Törns angesprochen - auf die Frage ob alles OK wäre. Danach war die Stimmung bei der Schiffsübergabe sehr frostig. Die Reaktion auf die Demonstration der 2 ausgelösten CO2 Kartuschen war, dass wir die Schwimmwesten doch nur im Notfall auspacken sollten. „Don´t touch!“ Da war kein tut uns Leid zu hören. Daraufhin entgegnete ich, dass jeder Mitsegler vor dem Törn eine für ihn angepasste Schwimmtweste haben muss, die sofort in seiner Kabine griffbereit ist – für den Notfall. Dies sorgte für Unverständnis. Auf die Frage was gewesen wäre, wenn eine Person ohne funktionierende Weste ins Wasser fällt - war die Antwort: „Man kann sie ja auch mit dem Mund aufpusten.“ Als ich sagte, dass ein Bewusstloser dies nicht kann, waren die Kommunikation und die Übergabe zu Ende. Danach inspizierte der Taucher das Boot 17 Uhr. Es wurde eine circa 2 Eurostück große Beschädigung des Rumpfes am Bug unter der Wasserlinie gefunden. Ich ließ mir von dem Taucher das Foto demonstrieren und sprach mit ihm. Er sagte, dass zu fast 100% dies vom Anker verursacht worden war. DK Yachting gab sofort die Reparatur ohne Rücksprache in Auftrag. Der Taucher hatte 2 angefangene Büchsen von Zwei-Komponentenkleber dabei. Es wurde aus jeder Büchse die Menge eines Fingerhutes voll entnommen gemischt und damit der Defekt unter der Wasserlinie verschlossen. Die Reparatur dauerte keine 10 min. Nachdem der Taucher gefahren war, wird mir erörtert, dass die Reparatur 250€ kostet, die ich jetzt zahlen müsse. Daraufhin entspinnt sich eine 2,5 Stunden lang anhaltende Diskussion mit dem Personal von DK Yachting. Ich räume ein dass es möglich ist, dass der Anker die Yacht unter Wasser beschädigt hat und willige ein den Schaden zu bezahlen. Ich verlange aber vorher eine schriftliche Rechnung, ein Foto und den Bericht vom Taucher für meine Kautionsversicherung. Zuerst ist dies nicht möglich, da die Bürozeiten des Tauchers schon vorbei sind. Gegen 19:30 Uhr liegt die Rechnung des Tauchers in griechischer Sprache vor und ich bezahle an DK Yachting mit der Kreditkarte die 250€. Von meiner hinterlegten Kaution von 2500 Euro wollte Evi von DK Yachting dies nicht abziehen. Warum nicht? Zwischenzeitlich erfolgt auch ein Telefonat mit dem Chef von DK Yachting, welcher zufällig der Bruder von Evi ist. Dieser beschimpft mich, warum ich nicht zahlen will und warum ich mich so schlecht benehme. Am Abend des Übergabetages sind dann Foto, Bericht des Tauchers und Rechnung doch noch da. In der Wartezeit sprachen wir mit einem anderen Taucher am Nachbar-Pier, der den beschriebenen Schaden für 50€ repariert hätte. Dies wäre aus meiner Sicht ein fairer Preis gewesen, da in der Servicepauschale von 220€ das Abtauchen der Yacht schon eingeschlossen war. Hier werden die Chartergäste vom DK Yachting -Taucher mit Zustimmung von DK Yachting so richtig abgezockt. Zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass der Preis für die Reparatur so hoch angesetzt wurde, weil ich mich über die Schwimmwesten beschwert hatte. Insgesamt hatten wir einen schönen Segeltörn mit einem Boot in einem Alter entsprechenden Zustand. Es gibt viele kleine Dinge, die repariert oder ersetzt werden könnten. Die Übergabe hat den Turn und das Urlaubserlebnis sehr geschmälert. Ich kann DK Yachting nicht empfehlen und rate dringend davon ab hier zu chartern. Es werden in unverantwortlicher Art und Weise essenzielle Sicherheitsregeln und Umweltbestimmungen ignoriert. Es besteht keinerlei Wissen um die Grundsätze einer guten Seemannschaft und null Einsehen in eine sichere Schiffsführung.

