Wir haben eine herrliche Woche bei schönem Wetter auf einem gut segelnden Schiff genossen.
Wir haben jedoch einige Anmerkungen dazu, wie uns das Schiff übergeben wurde.
Das Schiff war nur mäßig gereinigt, aber man möchte natürlich nicht gleich meckern.
Das Besteck bestand aus Messern, Gabeln und Löffeln, aber es gab keine Servierlöffel, keine Küchenmesser und keine anderen Gläser als dicke Biergläser. So möchte man kein Gläschen Wein trinken.
Es gab zwar einen Kaffeefilter, aber keine (Thermo-)Kanne, um den Kaffee aufzubrühen.
(Diese Dinge wurden nachgeliefert, als wir darum baten, sollten aber natürlich standardmäßig an Bord sein).
Es gab nur einen Deckel für einen ganz kleinen Topf, nicht für die übrigen Töpfe. Das haben wir erst gemerkt, als wir am nächsten Tag etwas kochen wollten.
In der Bilge stand eine ordentliche Schicht Wasser, von der uns gesagt wurde, dass dies normal sei und von der Klimaanlage stamme. In früheren Booten, die wir gemietet hatten, stand überhaupt kein Wasser, daher eine seltsame Antwort.
In beiden Badezimmern hing ein unangenehmer Geruch, aber wir dachten, der würde schon verschwinden, sobald wir das Boot in Betrieb genommen hätten. Wie sich später herausstellte, war der Abfluss verstopft. Während der Woche selbst haben wir uns strikt an die Anweisungen gehalten und kein Papier heruntergespült (wir besitzen selbst ein Boot und kennen uns damit bestens aus) und die Hebel zum Entleeren der Tanks stets auf offener See betätigt.
Bei der Rückgabe des Bootes wurden wir beschuldigt, für eine der beiden Verstopfungen verantwortlich zu sein. Das haben wir nicht akzeptiert, und nach einem Telefongespräch mit dem Chef mussten wir schließlich doch keine Gebühr für die Verstopfung zahlen.
Besonders (unhygienisch) war es zu sehen, wie die Herren von Yacht4You mit dem Schlauch zum Befüllen der Frischwassertanks versuchten, die Verstopfung der Abwassertanks zu beseitigen.
Mängel:
Die Unterwasserbeleuchtung funktionierte nicht. Bei der Rückkehr in den Hafen wurde uns mitgeteilt, dass diese gar nicht vorhanden ist. Auf der Website wird dies jedoch erwähnt.
Das Ankerlicht funktionierte nicht.
Das Licht des Backbordkompasses ebenfalls nicht.
Die Duschtür des hinteren Badezimmers hat die ganze Reise über geklappert. In der Wand war ein Loch, in dem wohl einmal eine Klammer gesessen haben muss. Die Mitarbeiter der Endabnahme schienen nicht die Absicht zu haben, dies für den nächsten Kunden zu beheben.
Auf den Fotos auf der Website sieht man vier graue Kissen im Cockpit, an die man sich anlehnen kann. Es gab kein einziges, und als wir danach fragten, war das sehr kompliziert. Schließlich
tauchten zwei auf und ein drittes, das ganz anders aussah. Damit mussten wir uns eben begnügen.
Alles in allem hatten wir eine Woche lang viel Spaß auf einem gut segelnden Schiff.
Schade, dass wir als Kunden so viel Mühe aufwenden mussten, um das zu bekommen, was normal ist, wenn man ein solches Schiff mietet. Frühere Segelwochen in Kaštela und Zadar verliefen viel einfacher, umfassender und sauberer.